Dienstag, 26. Januar 2010

Dschungel, Klippen und eine große Insel

Auf dem Weg nach Cape Otway - vorbei an Steilküsten und beeindruckenden Felsformationen - befuhren wir die wohl bekannteste Straße Australiens. Die meisten Touristen besuchen in Australien nämlich die 3R: the Rock, the Reef und natürlich the Road. The Great Ocean Road. Aus einem ursprünglich als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Kriegsheimkehrer gedachten Straßenprojekt entstand eine atemberaubend schöne Küstenstrecke, die auf mehreren hundert Kilometern einen „Lookout“ nach dem nächsten bietet.

Nur kurz haben wir sie verlassen – ursprünglich mit dem Vorhaben, im Great Otway Nationalpark den bekannten Tree Top Walk zu machen. Nachdem wir dort angekommen und die Lage (und Preise) gecheckt hatten, entschieden wir uns kurzerhand für einen kleinen Dschungeltrip auf eine Faust. Unter Riesenfarnen und mächtigen Bäumen (über fünfzig Meter hoch!) führte unser verschlungener aber gut angelegter Pfad zu versteckten Wasserfällen – den Cascade Triplet Falls. Urwaldfeeling! Ein beeindruckendes Erlebnis, das wir (vor allem die zugegebenermaßen etwas insektenscheue Jana...) so schnell nicht vergessen werden.



Danach das nächste und unausweichliche Highlight: die zwölf Apostel. Diesmal mussten wir uns zuerst einen Pfad durch den Touristen-Dschungel bahnen, wurden dann aber mit einem wirklich tollen Ausblick belohnt. Leider mit schlechtem Wetter nicht ganz so berauschend, weshalb der von Chris geplante romantische Sonnenuntergang an diesem Ort auch ins Wasser fiel. Nach der heißesten Nacht der Woche zuvor hatte uns nun die stürmischste eingeholt. Wir waren froh, das feste Camperdach über uns zu haben. Zelten wäre wohl weniger lustig gewesen...


Aber neben den Aposteln hat die Gegend viele weitere sehenswerte (und weniger belagerte) Felsformationen und „Points of Interest“ zu bieten: die Grotto, Lord Ard Gorge (von uns Lord Arsch getauft) und so wohlklingende Orte wie Shipwreck Beach und Bay of Martyrs. Hier sind so einige Schiffe auf Grund gelaufen und gesunken.

Damit unserem Schlachtschiff das nicht auch passiert, sind wir am Ende der Great Oarsch Road schnell in Richtung Landesinnere abgebogen. Dort, mitten im Nirgendwo haben wir auf einer kurzen Wanderung zum Pinnacle einen Grampian getroffen. Er saß da wohl schon recht lang und trank einen Long Island Iced Tea nach dem anderen, weshalb wir ihn Andy tauften. :-))



Na, die Straßen waren etwas holprig, aber das war uns der Ausblick wert :-)


Außerdem lernten wir eine sehr nette Lady kennen, die mitten im Nationalpark der Grampians einen kleinen Weinberg bewirtschaftet (und jetzt schreiben wir kurz auf englisch weiter, damit sie uns auch versteht). Robyn, thank you so much for inviting us to your wineyard! It was such a highlight for us to visit you and get an idea of what living up there is. The wine you gave us tasted very very well – we had one bottle of it on Kangaroo Island, sitting around a cosy fire, which was just a perfect combination. Good luck to you and be sure to contact us when backpacking through Europe! ;-)


Wo wir gerade bei kulinarischen Genüssen sind: in Adelaide, das wir nach den Grampians und einer Little-Desert-Durchquerung erreichten, gibt es den Central Market. Ein Paradies! Hier gibt es wirklich alles: Von jeweils allen denkbaren Sorten Obst, Gemüse, Käse, Wurst über Antipasti, Gewürze, Süßigkeiten (flüssiger Schokobrunnen mit belgischer dunkler Schokolade, wo man frische Erdbeeren drunter halten kann!!!!!!!!!!!!) bis Kaffee. Wir wissen genau, dass bei dem Bild vom Coffee Bean Shop einige von euch glänzende Augen bekommen werden, gell? :-)


Von Adelaide starteten wir früh halb sieben zu einer Dreitagestour nach Kangaroo Island, von dem wir schon so viel gehört hatten. Der erste Tag begann mit einer Surf-Stunde für Chris und am Nachmittag setzten wir mit zwei kleinen Charterbooten über die ziemlich raue See – nicht für alle so lustig, wir fanden’s spitze :-)


Im Hafen begrüßte uns ein neugieriger Seehund.


Ein kurzer Aufstieg brachte uns den ersten Blick über die Insel, die mit 150 km Länge doch ziemlich groß ist. Danach erwartete uns eine rustikale Unterkunft auf einer Farm mit Lagerfeuerplatz, großem Gemeinschaftsraum, warmer Dusche und einem eigenen Zimmer für die nächsten zwei Nächte. Insgesamt sehr stimmungsvoll und chillig! Genau die richtige Atmosphäre, um nette Leute kennen zu lernen – hallo Brüno, hi Priscille!


Coole Aktionen wie Kanufahren, Greifvogelschau, Sandboarden und Ausflüge zum
angeblich „besten“ Strand Australiens, den Remarkable Rocks und schon wieder einem gewaltigen Hinterteil (The Arch) füllten unsere Tage. Das Wetter war leider äußerst bescheiden, trotzdem hatten wir eine Menge Spaß.






Den wird vor allem Chris auch weiterhin haben, denn gestern haben wir unser neues Gefährt abgeholt: einen Allrad-Jeep, mit dem wir nun die Gegend um Brisbane herum unsicher machen werden.

Happy Australia Day!! Jana & Chris


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Donnerstag, 14. Januar 2010

Sommer, Sonne, Sonnenschein

...und wir zwei am Strand allein! Naja, fast. Aber von vorn...

Wir holten in Sydney einen gemütlichen und sogar mit ner kleinen Küche ausgestatteten Campervan ab. Nachdem wir uns an die neu gewonnene Freiheit gewöhnt hatten, ging die Fahrt los - in Richtung Süden. Durch diverse Nationalparks hindurch (einer schöner und vollkommen anders als der vorherige) und an einsamen Stränden entlang.



Ein erstes Highlight war der Royal National Park mit einem wunderschön gelegenen Strand in einer versteckten Lagune. Ohne Krokodile und ohne Fliegen, was, wie wir später herausfanden, keine Selbstverständlichkeit ist... Besonders schön waren auch: Broulee, Tathra, Lake's Entrance und Little Oberon Bay im Wilson Promontory Nationalpark.




Aber die Parks haben natürlich noch wesentlich mehr zu bieten als "nur" einsame Strände. Wir haben schon so einige Kangurus, Wallabies, Emus und Koalas gesehen. Beweise siehe unten :)



Die letzten Tage waren also ziemlich abwechslungsreich und jeder Tag war anders. So wie auch die Straßen hier. DA fährt man auf einer wunderbaren Schnellstraße dahin und dann kommt das geliebte gelbe Schild: Gravel Road. Und plötzlich befindet man sich auf einer roten Sandachterbahn, die einen eben mal 100 km durchs Gebirge führt. Abenteuerlich!!

Auch abenteuerlich: unser Ausflug in die Snowy Mountains. Nachdem uns die Einheimischen schon gewarnt hatten, dass es da oben Fliegen über Fliegen gibt und es überall diese schwarzen Netze fürs Gesicht gab, ist Chris dann letztendlich allein losgegangen. Mit Netz, was wohl auch gut so war.


Aber wir sind inzwischen gut in Melbourne angekommen, hatten schon eine Begegnung mit Dinos im IMAX und sitzen da gerade (@Nina: nach einem leider nicht so prikelnden Thai-Essen wie im OEZ ;) und genehmigen uns einen Cafè Latte.


Vor uns liegt die Great Ocean Road hinauf nach Adelaide. Stay tuned, Jana+Chris

PS: Vorgestern hatten wir 42 Grad im Schatten. Da haben wir uns das verschneite München her gewünscht. Danach hatten wir die heißeste Nacht unseres Lebens - wie übrigens der Rest der Bevölkerung in Victoria: heißeste Nacht der letzten hundert Jahre mit über 30 Grad Lufttemperatur. Uff.

Sonntag, 3. Januar 2010

Unsere ersten Tage in Sydney

Happy New Year nach Hause! :-)

Sydney ist der Wahnsinn! Trotz einiger Startschwierigkeiten - ich sage nur Jetlag und Chris kann überall schlafen - haben wir unsere ersten Urlaubstage bei strahlendem Sonnenschein und heißen Sommertemperaturen genossen. Auf dem Bild seht Ihr zwei glückliche Urlauber vor Sydneys Wahrzeichen, der Harbour Bridge und der Skyline. Da stand uns das grandiose Feuerwerk über der Stadt noch bevor!


Diverse Stadtbummel führten uns an der Oper, dem wohl meist fotografierten Bauwerk Sydneys, vorbei. Aber bei Nacht ist der Anblick einfach unschlagbar, seht selbst:


Zum großen Silvesterfeuerwerk konnten wir zwar nicht bis zur Oper gelangen oder zu einem der heiß begehrten Viewpoints in der Stadt, aber wir hatten trotzdem einen super Blick auf den Hafen und das bombastische Schauspiel am Himmel. Bilder vom Feuerwerk gibts hier keine, aber vielleicht habt Ihr die Übertragung der ersten 4 Minuten auf NTV gesehen (hi Mums). Dumm nur dass es zu schnell vorbei war..... Deshalb haben wir den Abend einfach noch ein wenig verlängert und sind in den nächsten Pub "The Junction" in Crows Nest gegangen, wo wir noch bei Live Musik bis in die frühen Morgenstunden abgetanzt haben :)

Am nächsten Tag hieß es dann erstmal ausschlafen und gemütlich frühstücken, bis uns Anja und Jason, bei denen wir hier die ersten Tage aufgenommen wurden, ins Auto gepackt haben und mit uns ins Hinterland gefahren sind. Wir fanden uns an einem rot schimmernden Strand wieder - dem Palm Beach! Und hatten unser erstes Bad im Meer.

Gestern gings dann in die berühmten Blue Mountains, wo uns nicht nur tolle Berge, sondern auch wunderschöne Wasserfälle erwarteten. Und Regen. Und dann wieder Sonne und dann nochmal Regen. Ein bisschen wie Schottland im April :-)




Am Ende siegte die Sonne und wir hatten einen wundervollen Tag. An dieser Stelle möchten wir uns bei Anja und Jason für die Gastfreundschaft, die Herberge und die tollen Ausflüge, inklusive lecker Sandwiches, ganz herzlich bedanken!!

Morgen holen wir dann unseren Camper ab, der uns dann die nächsten drei Wochen in Richtung Süden bringen wird. Wir halten Euch auf dem laufenden...... ;-)

No worries,
Jana & Chris