Nur kurz haben wir sie verlassen – ursprünglich mit dem Vorhaben, im Great Otway Nationalpark den bekannten Tree Top Walk zu machen. Nachdem wir dort angekommen und die Lage (und Preise) gecheckt hatten, entschieden wir uns kurzerhand für einen kleinen Dschungeltrip auf eine Faust. Unter Riesenfarnen und mächtigen Bäumen (über fünfzig Meter hoch!) führte unser verschlungener aber gut angelegter Pfad zu versteckten Wasserfällen – den Cascade Triplet Falls. Urwaldfeeling! Ein beeindruckendes Erlebnis, das wir (vor allem die zugegebenermaßen etwas insektenscheue Jana...) so schnell nicht vergessen werden.

Danach das nächste und unausweichliche Highlight: die zwölf Apostel. Diesmal mussten wir uns zuerst einen Pfad durch den Touristen-Dschungel bahnen, wurden dann aber mit einem wirklich tollen Ausblick belohnt. Leider mit schlechtem Wetter nicht ganz so berauschend, weshalb der von Chris geplante romantische Sonnenuntergang an diesem Ort auch ins Wasser fiel. Nach der heißesten Nacht der Woche zuvor hatte uns nun die stürmischste eingeholt. Wir waren froh, das feste Camperdach über uns zu haben. Zelten wäre wohl weniger lustig gewesen...

Aber neben den Aposteln hat die Gegend viele weitere sehenswerte (und weniger belagerte) Felsformationen und „Points of Interest“ zu bieten: die Grotto, Lord Ard Gorge (von uns Lord Arsch getauft) und so wohlklingende Orte wie Shipwreck Beach und Bay of Martyrs. Hier sind so einige Schiffe auf Grund gelaufen und gesunken.
Damit unserem Schlachtschiff das nicht auch passiert, sind wir am Ende der Great Oarsch Road schnell in Richtung Landesinnere abgebogen. Dort, mitten im Nirgendwo haben wir auf einer kurzen Wanderung zum Pinnacle einen Grampian getroffen. Er saß da wohl schon recht lang und trank einen Long Island Iced Tea nach dem anderen, weshalb wir ihn Andy tauften. :-))


Na, die Straßen waren etwas holprig, aber das war uns der Ausblick wert :-)

Außerdem lernten wir eine sehr nette Lady kennen, die mitten im Nationalpark der Grampians einen kleinen Weinberg bewirtschaftet (und jetzt schreiben wir kurz auf englisch weiter, damit sie uns auch versteht). Robyn, thank you so much for inviting us to your wineyard! It was such a highlight for us to visit you and get an idea of what living up there is. The wine you gave us tasted very very well – we had one bottle of it on Kangaroo Island, sitting around a cosy fire, which was just a perfect combination. Good luck to you and be sure to contact us when backpacking through Europe! ;-)

Wo wir gerade bei kulinarischen Genüssen sind: in Adelaide, das wir nach den Grampians und einer Little-Desert-Durchquerung erreichten, gibt es den Central Market. Ein Paradies! Hier gibt es wirklich alles: Von jeweils allen denkbaren Sorten Obst, Gemüse, Käse, Wurst über Antipasti, Gewürze, Süßigkeiten (flüssiger Schokobrunnen mit belgischer dunkler Schokolade, wo man frische Erdbeeren drunter halten kann!!!!!!!!!!!!) bis Kaffee. Wir wissen genau, dass bei dem Bild vom Coffee Bean Shop einige von euch glänzende Augen bekommen werden, gell? :-)

Von Adelaide starteten wir früh halb sieben zu einer Dreitagestour nach Kangaroo Island, von dem wir schon so viel gehört hatten. Der erste Tag begann mit einer Surf-Stunde für Chris und am Nachmittag setzten wir mit zwei kleinen Charterbooten über die ziemlich raue See – nicht für alle so lustig, wir fanden’s spitze :-)
Im Hafen begrüßte uns ein neugieriger Seehund.

Ein kurzer Aufstieg brachte uns den ersten Blick über die Insel, die mit 150 km Länge doch ziemlich groß ist. Danach erwartete uns eine rustikale Unterkunft auf einer Farm mit Lagerfeuerplatz, großem Gemeinschaftsraum, warmer Dusche und einem eigenen Zimmer für die nächsten zwei Nächte. Insgesamt sehr stimmungsvoll und chillig! Genau die richtige Atmosphäre, um nette Leute kennen zu lernen – hallo Brüno, hi Priscille!

Coole Aktionen wie Kanufahren, Greifvogelschau, Sandboarden und Ausflüge zum
angeblich „besten“ Strand Australiens, den Remarkable Rocks und schon wieder einem gewaltigen Hinterteil (The Arch) füllten unsere Tage. Das Wetter war leider äußerst bescheiden, trotzdem hatten wir eine Menge Spaß.





Den wird vor allem Chris auch weiterhin haben, denn gestern haben wir unser neues Gefährt abgeholt: einen Allrad-Jeep, mit dem wir nun die Gegend um Brisbane herum unsicher machen werden.
Happy Australia Day!! Jana & Chris
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